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"Es tut uns leid, wir haben uns für jemand anderen entschieden"

18.12.2015 von Kim Wormer

Besprechung eines Angebots

Ich mache gerne umfangreiche Angebote für Webseiten. Darin splitte ich die Aufwände in grobe Punkte wie Webdesign, Frontend-Entwicklung, Inhalte, Projektmanagement, usw. auf und liste jeweils darin detailliert einzelne Leistungen auf. Je mehr ich im Voraus über eine geplante Website, deren Schnittstellen und Inhalte weiß, desto besser kann ich planen. Und wenn ich sogar eine Budgetvorgabe bekomme, kann ich versuchen es bestmöglich zu investieren oder gleich mitteilen, dass man damit nicht hinkommt.

Häufiger kommt es vor, dass ich zu eingeholten Angeboten konsultiert werde. Wenn mir ein nicht so detailliertes Angebot vorliegt ist es meist schwer zu sagen, was nun genau darin enthalten ist. 20 Stunden "Webdesign" können bedeuten, dass darin 3 Entwürfe und 2 Korrekturschleifen enthalten sind, oder aber dass der Grafiker einfach nur sehr lange für ein Startseiten-Design braucht.

Vielleicht bin ich mit meinen umfangreichen Website-Angeboten noch zu kurz im Geschäft und die Agenturen, die nur sehr schwammige Angebote abliefern, wissen es mittlerweile besser. Für mich und meine Kundenanfragen habe ich den Anspruch, hohe Qualität zu liefern. Das lasse ich mir auch einige Stunden kosten.

Umso mehr ärgert es mich dann, wenn eine professionelle Website bei mir angefragt wird und ich entweder ohne Grund oder mit wirklich unverschämten Antworten aussortiert werde. Falls überhaupt eine Antwort kommt.

Vor ein paar Monaten kam eine vielversprechende Anfrage rein. Ich hatte mich nett mit dem Kunden unterhalten, wurde weitgehend gebrieft und machte ein wirklich umfangreiches Angebot. Nach 14 Tagen hakte ich nach, ob darüber noch Gesprächsbedarf bestünde. Die Antwort lautete, dass sie das Projekt doch intern umsetzen werden.
Lieber Kunde, wieso holst du von 5 Agenturen Angebot ein, wenn du es auch intern abdecken kannst?

Kürzlich erreichte mich ebenfalls eine Anfrage, bei der mein Fragebogen ausführlich beantwortet wurde. Ich wurde gebeten, das Angebot schnellstmöglich auszuarbeiten. Das Briefing kam gegen Ende der Woche, also nahm ich mir am Samstag ein paar Stunden und machte mir einige Gedanken dazu und stellte 3 mögliche Alternativen in den Raum. Da mir die Anfrage bereits am Telefon als etwas dringender kommuniziert wurde, wunderte ich mich, bis Freitag nichts gehört zu haben. Also rief ich an und fragte nach den näheren Gründen: Preislich hat es nicht ganz gepasst (es waren 3 Optionen zwischen 1500 und 3900€) und sie sind mit dem bisherigen Diestleister auch weiterhin sehr zufrieden.
Lieber Kunde, wieso holst du Angebote ein, wenn offensichtlich kein Budget ausgegeben werden soll und du insbesondere mit deinem jetzigen Dienstleister unbedingt weiter zusammenarbeiten möchtest?

Eine Aufwandsgebühr für Website-Angebote?

Ich kann es nachvollziehen, dass man sich am Markt umschaut. Ich kann auch nachvollziehen, dass gute Qualität für die meisten zu teuer ist. Aber nicht, dass ich meine Zeit für potentielle Aufträge aufwenden soll, die niemals zustande kommen können. Insbesondere, wenn ich mich meistens noch mit weiteren Leuten aus meinem Team absprechen muss, die z.B. besondere grafische Aufgaben übernehmen oder Schnittstellen entwickeln müssen.

Dieses Verhalten bringt immer mehr Agenturen dazu, eine Gebühr für Angebote zu erheben. Mit diesem Gedanken habe ich auch schon öfter gespielt, insbesondere für richtig aufwändige Angebote wie einen Online Shop oder ein Portal.
Liebe Kunden, bitte lasst es nicht so weit kommen.

Wie seht ihr das?

Mich würde dazu die Meinung von dir, als einholendes Unternehmen oder als anbietender Dienstleister interessieren. Wieso holen Unternehmen Angebote zu Projekten ein, die niemals stattfinden werden? Und wie ausführlich macht ihr als Unternehmer noch eure Angebote? Wie fühlt ihr euch, wenn ihr eine Absage bekommt? Könnt ihr sie immer nachvollziehen? Hängt ihr euch auch trotz jahrelangen Daseins mit Absagen voll in Angebote rein oder schickt ihr ein Standard-Angebot raus?

Schreibt mir! Entweder in die Kommentarbox oder an .

Kommentare

Kommentar von Oliver Willmes |

Hi Kim,
ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Bei Anfragen geben ich inzwischen nur eine grobe Kostenschätzung (von - bis) ab. Das schreckt einige ab, aber die Kunden möchte man sowieso nicht haben ;-)

Konkrete Angebote lasse ich mir bezahlen. Gerade wenn viel Zeit und Wissen in die Erstellung eines Angebots steckt wird, sollte diese Zeit bezahlt werden.

Zudem bestehe ich bei Beauftragung auf eine Anzahlung.

Viele Grüße
Oliver

Kommentar von Himbär |

Hallo Kim,
ich versuche bereits beim ersten Telefongespräch oder bei einem ersten kurzen Treffen herauszubekommen, ob ein Interessent professionell daher kommt:
Will er für gute Arbeit gut bezahlen? Schätzt er die Qualität unserer Arbeit/Referenzen? Manchmal frag ich nach seiner Budgetvorstellung und manchmal sag ich von mir aus, in welcher Größenordnung der Auftrag liegen könnte (wieviele Tausend Euro das ungefähr kosten würde).
Schnäppchenjäger springen da normalerweise ab. Angebote schreib ich erst, wenn der ungefähre Kostenrahmen geklärt ist. Ausnahme: Es geht um eine einfache Standard-Website. Da kann ich ein bestehendes Angebot abwandeln, das kostet mich wenig Zeit.

Bei komplexen Anfragen investiere ich etwas Zeit ins Kennenlernen und um meine Firma zu präsentieren. Danach sollte der Interessent aber einige Stunden honorieren, um einen Workshop abzuhalten oder eine Konzeption auszuarbeiten. Erst damit lässt sich dann ein Angebot erstellen. Ich verlange also kein Geld für die Angebotserstellung, aber für die Erarbeitung und Konkretisierung der Anforderungen.

Schöne Grüße aus Ludwigsburg
Der Himbär

Kommentar von Kari Jambo |

Hallo,

dieser Artikel ist kein guter!

Einen potentiellen Kunden schreckt es ab, wenn öffentlich über andere potentielle Kunden geschimpft wird. Und zwar unabhängig davon, ob es nun zutrifft, was hier beschrieben wird oder nicht.

Es ist unprofessionell, Interessenten als "unverschämt" zu bezeichen, auch wenn es nur ein Fall war. Gemecker über ausbleibende Aufträge bei großem vorlaufendem Aufwand überzeugt niemanden davon, dass er nicht anfragen oder bei einer Anfrage auch einen Auftrag platzieren sollte. Man lässt es bei dieser Einstimmung dann einfach bleiben, weil man auch keine Chance hätte, auszusteigen, ohne für den erzeugten Aufwand evtl. öffentlich beschmutzt zu werden.

Und damit ist deine Chance vertan, durch Kompetenz, Persönlichkeit und Andersartigkeit im Erstbriefing zu überzeugen, denn es kommt möglicherweise gar nicht dazu.

Ich hätte hier statt pauschaler Diskreditierung versucht, positiv darzustellen, wann (auf welche Weise) die Arbeit Spaß macht und fruchtbar wird, auf welchem Weg es bei dir zu gedeihlichen und für dich und den Vertragspartner auskömmlichen (!) Projektabläufen kam, wie ein Anfrager Unterlagen und Infos aufbereiten sollte, damit es richtig flutscht ... . Und ähnliches.

Self-Marketing und "Denken in den Kopf des Anderen" tut in solch einem sensiblen Thema - nichts anderes ist die Auftragsanbahnung - sehr gut.

Alles Gute!

Kari Jambo

Kommentar von generic 5mg cialis best price |

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Was meinst du dazu?